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Safety Integrity Level (SIL): Was ist wirklich relevant, wenn es um Assessments, Zertifikate und Handbücher geht?

Die Basis für die SIL-Klassifizierung bildet der internationale Standard IEC/EN 61508
Die Basis für die SIL-Klassifizierung bildet der internationale Standard IEC/EN 61508

Assessments, Zertifikate, Handbücher: Wann immer Sicherheitseinrichtungen geplant werden, bieten Hersteller entsprechender Produkte eine ganze Reihe von Dokumenten an. Doch welche davon sind wirklich nützlich, beispielsweise bei der Berechnung eines Safety Loops. Die internationale Norm gibt hier klare Antworten?

Die Basis für Safety Integrity Level (SIL)-Einstufungen ist die internationale Norm IEC/EN 61508. Soll ein Produkt in Signalkreisen mit SIL-Level eingesetzt werden, ist eine Vielzahl an Voraussetzungen zu erfüllen. Um sicher zu stellen, dass die Produkte den Qualitätsstandards genügen, um in einem SIL-Kreis eingesetzt zu werden, müssen die erforderlichen Prozesse beim Hersteller etabliert sein.

Dies wird mit Hilfe eines Assessments von Produkten und Abläufen erreicht – ein Zertifikat für ein bestimmtes Produkt allein ist jedoch nicht aussagekräftig. Der Begriff „Zertifikat“ bedeutet lediglich eine formale Bestätigung des Assessments. Es gibt dem Kunden weder mehr Sicherheit noch mehr Informationen im Vergleich zu einem Assessment. Darüber hinaus ist ein Zertifikat nach IEC/EN 61508 nicht erforderlich.

Weitere Aspekte, die zur Durchführung eines Assessments wichtig sind:

  • Ein Assessment kann entweder als Selbst-Assessment oder durch eine externe Organisation durchgeführt werden. Das Assessment durch eine externe Organisation gewährleistet dem Kunden eine unabhängige und vertrauenswürdige Berechnung.
  • Verschiedene externe Organisationen bieten detaillierte, hochwertige Assessments an. Pepperl+Fuchs arbeitet mit exida, TÜV Nord, TÜV Süd, TÜV Rheinland und UL. Damit wird die Unabhängigkeit von einer bestimmten externen Organisationen garantiert.

Functional Safety Management System von zentraler Bedeutung

Ein Functional Safety Management (FSM) System stellt durch organisatorische Maßnahmen sicher, dass strukturelle Fehler beim Produktdesign ausgeschlossen werden. Es umfasst unter anderem die Planung, den Umgang mit Sicherheitsanforderungen, die Hardware Architektur sowie ein Änderungsmanagement.

Bei Pepperl+Fuchs wurde ein solches Functional Safety Management System erfolgreich eingeführt. exida bestätigt, dass das FSM allen Anforderungen der IEC 61508:2010 (SIL 3-Eignung) genügt. Die meisten Berechnungen wurden von exida durchgeführt, was dem Kunden eine größtmögliche Sicherheit gibt.


Sicherheitshandbücher sind für das Tagesgeschäft unverzichtbar

Um Sicherheitskreise mit SIL-Einstufung aufzubauen, müssen alle Komponenten des Kreises betrachtet werden. Die Angabe einer SIL-Einstufung eines einzelnen Produktes ist nicht ausreichend. Ein produktspezifisches Sicherheitshandbuch ist unabdingbar. Es enthält Planungsinformationen wie Details zur Sicherheitsfunktion und charakteristische Sicherheitswerte sowie Sicherheitsempfehlungen und Abnahmeprüfungen. Sicherheitshandbücher sind für nahezu alle Pepperl+Fuchs-Produkte mit SIL-Einstufung verfügbar.