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Zwischen Robotern und Steinzeitriesen

Die Green Birds nehmen erfolgreich am Eurobot 2014 teil

Die Roboter der Green Birds jagen gewaltige Mammuts
Die Robtoer der Green Birds bewältigen erfolgreich den steinzeitlichen Alltag.

Der Startschuss ist gefallen. Mit einem Mal erwachen vier futuristische Roboter zum Leben. Auf einer grünen Ebene rollen sie los, sammeln Früchte, schichten Holz und jagen gewaltige Mammuts. Dabei kommen sie sich gefährlich nahe, umkreisen sich und belauern gegenseitig jede ihrer Aktionen. Der kleinste Fehler kann hier entscheiden …

Der Eurobot – die Arena der Robotik

Diese Szenen stammen nicht aus dem neuesten Action-Blockbuster, sondern spielten sich im Juni während des Eurobot 2014 in Dresden ab. Teams aus aller Welt traten hier an, um sich mit ihren selbst gebauten, autonom agierenden Robotern im Wettkampf zu messen. Das MottoPrehistobot“ versetzte die Teilnehmer in die graue Vorzeit zurück. In einem jeweils 90 Sekunden andauernden Duell musste der Gegner bei der Bewältigung des steinzeitlichen „Alltags“ überboten werden.


Die Green Birds – der Teamgeist als Treibstoff

Enrico Schulz, Pepperl+Fuchs-Mitarbeiter im Bereich Entwicklung Applikationsengineering, ging mit dem Team „Green Birds“ an den Start. Die Truppe besteht aus Studierenden und Absolventen der Hochschule Mannheim sowie Auszubildenden und Mitarbeitern der Joseph Vögele AG und Pepperl+Fuchs GmbH. „Wir kommen zwar alle aus unterschiedlichen Fachrichtungen, aber teilen die Leidenschaft für Technik und das Tüfteln“, erklärt Enrico Schulz. Neben der Hochschule Mannheim und Pepperl+Fuchs tritt vor allem Vögele als Hauptsponsor auf. „Wir sehen, mit welchem Engagement die jungen Leute an die Wettbewerbsvorbereitungen gehen und wie sich das auszahlt. Neben Technikbegeisterung und Kreativität ist vor allem Teamgeist gefragt, außerdem erweitern unsere Azubis auch ihre beruflichen Fähigkeiten“, erläutert Thomas Bayer, Ausbildungsmeister Elektrotechnik der Joseph Vögele AG.



Mit den beiden Robotern „Big“ und „Small“ erreichten die Green Birds das bisher bestes Ergebnis in ihrer Team-Historie.

Die Roboter – vom Lego zur Automation

Nach Bekanntgabe der Aufgaben des Wettbewerbs hatten die Teams sechs Monate Zeit, einen Roboter und optional einen Hilfsroboter zu entwickeln. „Fast 1500 Arbeitsstunden hat es gedauert, unsere beiden Roboter „Big“ und „Small“ zu konstruieren“, verrät Enrico Schulz. Doch wie sieht der Weg von der ersten Idee bis zum fertigen Roboter aus? Seine Antwort verblüfft: „Anfangs ahmen wir mit Lego mögliche Konstruktionen nach.“ Neben mechanischen Herausforderungen musste das Team eine weitere Hürde nehmen: Die Roboter benötigen eine künstliche Intelligenz. Bei den zunehmend kniffligen Aufgaben sind Einfallsreichtum, Raffinesse und nicht zuletzt die passende Sensorik entscheidende Faktoren.


Der Laserscanner R2000 UHD – alles im Blick

Der Laserscanner R2000 UHD war ein echter Erfolgsgarant.
Der Laserscanner R2000 UHD war ein echter Erfolgsgarant.

Im Innenleben der Roboter wurde der Laserscanner R2000 UHD von Pepperl+Fuchs zum echten Erfolgsgarant. „Mit seinem einzigartigen Scanwinkel von 360° hatten wir erstmals und als einziges Team das ganze Spielfeld im Blick“, erläutert Schulz. Somit gelang es den Green Birds, die Aktivitäten der Gegner exakt zu erfassen und zu analysieren. Dies war ein großer Vorteil, da Kollisionen mit Konkurrenten strikt untersagt sind. Neben dem R2000 UHD setzte das Team auf weitere Pepperl+Fuchs-Sensoren. Die Einweg-Lichtschranke R2 leistete an der „Feuerstelle“ einen wesentlichen Beitrag. Hier galt es, mit Hilfe des Sensors auf dem Spielfeld liegende Dreiecke zu erkennen. Diese sollten entsprechend der eigenen Teamfarbe gedreht und auf einer dafür vorgesehenen Plattform, der Feuerstelle, abgelegt werden. Ordnungsgemäß erfüllt, wurde diese Aufgabe mit Punkten belohnt.


Der nächste Schritt – den Weltmeister entthronen

Ganze 48 Teams stellten sich in Dresden dieser und ähnlichen Herausforderungen. Im Viertelfinale war schließlich Endstation für die Green Birds. Nach einem spannenden Duell mussten sie sich knapp dem Serienweltmeister Frankreich geschlagen geben, der letztlich erneut den Titel holte. Die Green Birds freuen sich am Ende über den siebten Platz und das bisher beste Ergebnis in ihrer Team-Historie. Sich auf diesem Erfolg auszuruhen, kommt für das Team aber nicht in Frage. „Wir waren ganz nah dran und haben den Franzosen einen echten Schreck eingejagt. Nächstes Jahr sind wir wieder dabei. Jede Serie hat mal ein Ende“, merkt Enrico Schulz mit einem vielsagenden Augenzwinkern an.