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READY FOR TAKE OFF: Pepperl+Fuchs Sensoren in der Achterbahn

Hintergrund

Die Firma Gerstlauer Amusement Rides ist Hersteller von stationären und transportablen Vergnügungsanlagen. Der aktuelle Euro-Fighter 320+ ist die vierte Achterbahn dieses Typs als eine stationäre Achterbahn.



Abb. 1: Überblick Gesamtanlage

Herausforderungen

Der Euro-Fighter ist ein einmaliges Highspeed-Erlebnis für Achterbahn Liebhaber. Der 361 m lange Streckenverlauf ist wie folgt kurz zu beschreiben:
Liftturmsteigung auf 22 m hoch mit einer 90° Steigung, danach plötzlicher Sturz mit 97° nach unten, um in einen 18,5 m Looping und einen anschließenden Immelmann Looping zu fahren. Daraufhin folgt noch die Heartline-Rolle mit einer anschließenden Helix. Dies alles in ca. 40 sec. Fahrzeit, dabei treten kurzzeitig Vertikalbeschleunigungen von bis zu 4,5 g bei einer maximalen Geschwindigkeit von 70 km/h auf.
Um das Fahrvergnügen und die Sicherheit der Fahrgäste zu keinem Zeitpunkt zu gefährden, ist es notwendig die Fahrgastkabinen während der gesamten Fahrtdauer zu überwachen.


Lösung

Schon seit vielen Jahren setzt die Fa. Gerstlauer die bewährten Pepperl+Fuchs induktiven Sensoren des Typs VariKont ein.


Abb. 2: 97° Drop

Für die Achterbahnwagenabfrage im Start- und Endbereich werden hauptsächlich die induktiven Näherungsschalter NJ30+U1+A2 mit pnp-antivalentem Ausgang eingesetzt.
Die antivalenten Sensoren werden bei sicherheitsrelevanten Abfragen der Fahrzeugpositionen in der Achterbahn immer paarweise montiert und von der sicheren SPS redundant abgefragt.



Abb. 3: VariKont-Sensoren im Redundanzbetrieb vor Kurve

Die induktiven Näherungsschalter NJ15-M1K-A2 werden überwiegend zur Abfrage von Zahnflanken der Liftkette eingesetzt.



Abb. 4: Abfrage der Zahnflanken

Der Euro-Fighter besitzt zur Wagenzählung das induktive Identsystem IRI-KHD2-4.4M mit einem IVH-M1K Lesekopf und am Achterbahnwagen ist ein IDC-50-1K Transponder montiert.



Abb. 5: Identsystem am Euro-Fighter-Wagen

Über den einfachen binären Ausgang des Auswertegerätes erhält die sichere Steuerung Betriebsinformationen der derzeit eingesetzten Wagen. Hieraus können rechtzeitig Wartungsintervalle für den Betreiber der Achterbahn abgeleitet werden.



Abb. 6: Übersicht über Wartungsintervall am Überwachungsstand

Im Schaltschrank befindet sich das Identauswertegerät IRI-KHD2-4.4M und die Drehzahlwächter KFU8-DW-1.D, um unabhängig von der Steuerung die Geschwindigkeit der Fahrzeuge zu überwachen.



Abb. 7: Schaltschrank

Zum Ausschleusen eines Wagens aus der Achterbahnschiene ist eine Drehweiche vorgesehen. Die exakte Position des Wagens auf der Weiche wird über eine Reflexionslichtschranke des Typs MLV12-54/47/92 und einem Reflektor H60 realisiert. Im unteren Bereich des Wagens ist ein geteiltes Metallschwert montiert, bei dem in der Mitte eine ca. 20 mm Lücke vorhanden ist. Erst wenn die MLV12-54 die Mittellage erkannt hat, kann der Achterbahnwagen ausgeschleust werden.



Abb. 8: Ausschleussystem